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„DER GUTE ZWECK IST EIN RIESIGER ANSPORN“

01/27/16

„Der gute Zweck ist ein riesiger Ansporn“

Karen Sobrino und Michael Boch gewannen die Schweizer Rennen des Wings For Life World Run 2015 in Olten. Dabei stand für beide nicht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, sondern die Freunde an der guten Sache.

Eva Eder

Sie waren beide nah an der internationalen Spitze: Karen Sobrino kam 43,03 Kilometer weit, bevor der Catcher Car sie einholte, und Michael Boch schaffte 70,14 Kilometer. Zum Vergleich: Die weltweite Siegerin Yuuko Watanebe aus Japan lief 56,33, der äthiopische Titelverteidiger Lemawork Ketema 79,9 Kilometer weit für die, die nicht laufen können.  

„Ich hätte nie gedacht, dass ich das Rennen gewinnen würde“, sagt die in der Schweiz wohnhafte Südafrikanerin Karen Sobrino. „Ich hatte in der Vorwoche den Big Sur Marathon gemacht, und noch eine Woche früher den Boston Marathon. Als ich bei Kilometer 20 zu meiner eigenen Überraschung in Führung lag, musste ich fast das Tempo anziehen. Dabei hatte ich vorgehabt, es locker zu nehmen – nie hätte ich gedacht, dass ich mehr als drei Stunden lang unterwegs sein würde. Ich sah den Lauf eher als Training für den 89 Kilometer langen Comrades Marathon, den ich für den 31. Mai eingeplant hatte.“

Auch der Elsässer Michael Boch war erstaunt über seinen Sieg: „Ich hatte gedacht, dass ich 60, vielleicht 65 Kilometer weit kommen würde – ich hatte nur acht Tage zuvor an einem 100-Kilometer-Lauf in Frankreich mitgemacht und vermutete, ich würde ein wenig müde sein. Doch die Begleiter auf den Velos pushten mich, es bis zur 70-Kilometer-Marke zu schaffen.“

 

Gewinner Michael Boch      © Lorenz Richard for Wings for Life World Run

 

Sowohl Boch als auch Sobrino haben ihre Motivation für die Leistung vor allem aus dem Zweck des Laufes geschöpft: „Es war ein tolles Gefühl, zu wissen, dass weltweit so viele Läuferinnen und Läufer für den gleichen Zweck unterwegs waren“, sagt Michael Boch. „Ich finde es wichtig, dass man auf Rückenmarksverletzungen aufmerksam wird und dass so viel Geld wie möglich zusammenkommt, damit sie heilbar werden.“ Auch Karen Sobrino ist sehr engagiert: „Ich würde gerne mehr solche Charity-Läufe absolvieren. Ich bin mit einer Person befreundet, die im Rollstuhl sitzt. Ich finde es ein grossartiges Gefühl, Teil von so einem grossen Anlass mit so einem guten Zweck zu sein. Diesen Lauf werde ich nie mehr vergessen.“

Am 8. Mai 2016 werden Michael Boch und Karen Sobrino nicht in Olten am Start stehen. Mitlaufen werden sie aber selbstverständlich: Als Sieger hatten sie die Wahl, wo sie an den Start gehen möchten. Karen Sobrino wird nach Chile reisen: „Ich hatte eigentlich vorgehabt, wieder in Olten an den Start zu gehen, aber das Angebot, mir einen Startplatz irgendwo auf der Welt auszusuchen, war einfach zu verlockend. Mein Mann und ich waren noch nie in Südamerika, und wir haben so viel über Santiago gehört, dass wir es jetzt einmal selber sehen wollen.“ Michael Boch hat sich für Melbourne entschieden: „Ich träume seit über 20 Jahren davon, einmal nach Australien reisen zu können. Ich kann es kaum erwarten, ein neues Land zu entdecken.“

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