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„ICH HOFFE VON GANZEM HERZEN, DASS RÜCKENMARKSVERLETZUNGEN EINES TAGES HEILBAR SEIN WERDEN“

03/02/16

„Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Rückenmarksverletzungen eines Tages heilbar sein werden“

Von Eva Eder 

Die erfolgreiche Schweizer Triathletin Daniela Ryf ist neue Botschafterin des Wings for Life World Run in der Schweiz. 2014 hat sie die erste Schweizer Austragung gewonnen.

2015 hast du alles erreicht, was eine Langstrecken-Triathletin überhaupt erreichen kann. Woher nimmst du nach so einem Jahr die Motivation, weiter hart zu trainieren?
Es ist mir völlig klar, dass es eigentlich nicht mehr besser werden kann. Gleichzeitig weiss ich: Ich kann noch besser werden. Meine Motivation liegt darin, dass ich herausfinden möchte, wie schnell ich werden kann. Ich finde es spannend, zu sehen, wie der Körper sich durch Training verändert. Wenn ich eines Tages das Gefühl habe, nicht mehr besser werden zu können, höre ich auf. 

Welches war der allerschönste Moment in diesem Traumjahr?
Die Stimmung in Kona im Ziel. Meine Mutter war da, Kolleginnen, die Stimmung war gelöst. Aber es gab letztes Jahr sehr viele schöne Momente. Natürlich war nicht immer alles einfach. Ich habe extrem viel investiert. Schön ist, dass noch viel mehr zurückgekommen ist.

Und was kommt jetzt?
Grundsätzlich ist es nicht mein Ziel, möglichst viele Titel zu gewinnen, sondern den Sport, die Wettkämpfe zu geniessen. Ich habe sicher noch einige gute Jahre vor mir, ich will nichts erzwingen. Deshalb habe ich mir den Anfang dieses Jahres sozusagen frei gegeben, war mit Freundinnen in den Skiferien, habe mehr Zeit für die Uni. Mein Trainer hat mir verordnet, nicht mehr als eine halbe Stunde pro Tag zu trainieren – aber irgendwie bewegen muss ich mich schon, sonst fehlt mir das zu sehr. Gar nichts tun ist eine Art Schock für mich. Es ist aber auch cool, Zeit für tolle Projekte zu haben, für den Wings for Life World Run zum Beispiel.

 

Daniela Ryf: "Wenn die Forschung mit voller Kraft daran arbeitet, muss es doch eines Tages möglich sein."

 

Den ersten Wings for Life World Run in der Schweiz 2014 hast du gewonnen.
Das war lustig, es war für mich ein Experiment. Mein Coach hatte mir gesagt, ich solle „eifach mal seckle“. Ich war am Morgen vor dem Lauf schon Joggen und dachte, ich würde allerhöchstens die Marathondistanz laufen. Dann lief ich los und war plötzlich bei 45 Kilometern. Da beschloss ich, beim Verpflegungsposten auf den Catcher Car zu warten.

Glaubst du persönlich, dass Rückenmarksverletzungen eines Tages heilbar sein werden?
Medizinisch kann ich das natürlich nicht beurteilen, aber ich hoffe es von ganzem Herzen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, nicht mehr laufen zu können. Wenn die Forschung mit voller Kraft daran arbeitet, muss es doch eines Tages möglich sein.

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