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OB LAUFSCHUH ODER LEBENSPARTNER: WENN’S NICHT PASST, PASST’S NICHT

03/24/16

Ob Laufschuh oder Lebenspartner: Wenn’s nicht passt, passt’s nicht

Darum ist der Kauf neuer Laufschuhe eine grosse Aufgabe. Eine Wegleitung im Dschungel der unendlichen Möglichkeiten.

Von Eva Eder.

Gute Dämpfung, dickes Sohle mit Luftkissen drin? Oder doch lieber Barfussschuhe? Wer zum ersten Mal oder nach langer Lauf-Abstinenz wieder Laufschuhe kauft, weiss kaum, wo anfangen mit Aussuchen, auch wenn sie oder er ganz normale Füsse hat.

Normale Füsse? Hier fangen die Fragen schon an. Ist mein Fuss normal, habe ich einen schmalen oder einen breiten Fuss, gar einen Spreiz- oder einen Plattfuss, supiniere oder überproniere ich? Hä? Dazu gibt es Hypes wie Sand am Meer, und sie wechseln schneller als die Mode. Bald ist optimale Dämpfung angesagt, je nach Laufstil für Ferse oder Vorderfuss, dann geht der Trend wieder in Richtung Barfussschuh, eine Art Wursthaut mit Sohle. Wer soll da noch drauskommen? Der Fall ist klar: Das erste Paar Laufschuhe muss aus dem Fachhandel kommen. Unbedingt.

Vor dem Gang ins Schuhgeschäft sollte man allerdings selber einige Sachen klären. Die erste und wichtigste: Haben Sie noch irgendwo ein Paar alte Joggingschuhe? Dann bringen Sie diese unbedingt mit, sie sprechen Bände – zu einer Fachperson. Müssen Sie orthopädische Einlagen tragen, kommen die natürlich auch mit zum Shoppen. Dann die Fragen: Sind Sie Anfänger, der zuerst einfach mal zweimal die Woche eine Stunde gemütlich traben möchte? Möchten Sie im Wald laufen oder auf dem Trottoir? Urs Gerig, Sportcoach von Ochsner Sport, rät ausserdem: „Überlegen Sie sich, ob Ihnen beim Laufen irgendetwas weh tut. Je mehr Anhaltspunkte der Verkäufer hat, desto besser kann er Sie beraten.“ Gerig rät auch dazu, den Mut zu haben, mit den Schuhen im Geschäft herumzujoggen: „Bei allem Wissen um Theorie: Ob einem ein Schuh wirklich passt und man sich darin wohlfühlt, kann man erst sagen, wenn man darin gelaufen ist.“

© Ochsner Sport

Wer regelmässig läuft, sollte mehr als ein Paar Laufschuhe haben. So können die Schuhe zwischendurch richtig auslüften. Ausserdem kann Abwechslung vor einseitiger Belastung und damit langfristig vor Verletzungen schützen. Kaufen Sie Schuhe mit verschiedenen Dämpfungssysteme: Bei langen Läufen ist der Durchschnittsläufer mit einer gut dämpfenden Sohle besser bedient, für kurze und allenfalls schnellere Einheiten eignen sich weniger gedämpfte, dafür leichtere und flexiblere Laufschuhe, weil sie die Fussmuskulatur trainieren und der Lauftechnik fördern.

Wer ausschliesslich im Gelände unterwegs ist, kauft sich besser einen speziellen Trail-Schuh mit mehr Profil. Wenn Sie richtig viel gelaufen sind, sollten Sie Ihre Schuhe in den verdienten Ruhestand schicken: Nach 500 bis 1000 Laufkilometern ist Schluss. „Wie lange die Dämpfung eines Schuhes hält, ist vom Körpergewicht und vor allem vom Laufstil abhängig“, sagt Urs Gerig. „Als Faustregel gilt: Bei regelmässigem Joggen hält ein Schuh ein Jahr. Hat man zwei Paar, halten beide zwei Jahre.“

 

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