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„TEIL DES WINGS FOR LIFE WORLD RUN ZU SEIN GIBT SINN UND HOFFNUNG!“

01/23/18

von Henner Thies

Die Geschichte von Joachim Norvik und seinem Sohn Isak rührt zu Tränen. Doch wie Isaks Vater sagt: „Isak zu bemitleiden, wird ihm nicht helfen, aber die Forschung könnte ihm helfen.“ Im Interview spricht Joachim über seine Hoffnungen und Ängste und gibt Einblick in seine Erfahrungen beim Wings for Life World Run

Noch nicht für den Wings for Life World Run am 6. Mai 2018 angemeldet? HIER geht’s zur Registrierung!

Joachim 2017 beim Wings for Life World Run in Stavanger, Norwegen. © Mats Grimsæth für Wings for Life World Run

Joachim, als Betroffener und zweimaliger Wings for Life World Run Teilnehmer – hast du da eine Form von Solidarität oder Gemeinschaftsgefühl mit den anderen Teilnehmern erlebt? Ja, sehr sogar. Als eine Familie, die direkt von Querschnittslähmung betroffen ist, denke ich, dass es normal ist, ein Gefühl der Einsamkeit zu empfinden – Isaks Verletzung hat eine enorme Auswirkung auf unser Leben, in einer Weise, die viele Menschen nicht verstehen können. Aber Teil dieses wundervollen Projekts zu sein, gibt Sinn und Hoffnung, und es ist unglaublich bewegend, mit so vielen Menschen zusammen zu sein, die eine gemeinsame Sache verfolgen, die für uns am wichtigsten geworden ist. Für eine kurze Zeit erlebe ich, dass dies die wichtigste Sache für alle Beteiligten ist und nicht nur für uns. Wir lieben den Wings for Life World Run.

Kannst du uns sagen, wie du dich gefühlt hast, als du an die Startlinie gegangen bist? Ich war sehr stolz auf das, was meine Familie erreicht hat. Die Unterstützung aller Teilnehmer und Zuschauer hat mich mehrmals zu Tränen gerührt. Und ich fühlte mich zu Hause bei denjenigen, die ich mittlerweile als meine erweiterte „Großfamilie“ bezeichne – Wings for Life.

Joachim und sein Sohn Isak zuhause in Stavanger, Norwegen. © William Jobling für Wings for Life World Run 

 

 

Isaks Verletzung hat eine enorme Auswirkung auf unser Leben! Aber Teil dieses wundervollen Projekts zu sein, gibt Sinn und Hoffnung. – Joachim Norvik

 

Was ist mit dem Catcher Car? Hat es dich motiviert weiterzumachen als es näher kam? Als das Auto hinter mir aufgetaucht ist, hatten sich meine Beine schon mindestens 10 Kilometer lang wie Blei angefühlt. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so glücklich, ein Auto zu sehen. Trotzdem bin ich im Jahr 2017 550 Meter weiter gelaufen als im Jahr zuvor.

Lass uns nach vorn schauen – hast Du für den Lauf nächstes Jahr, am 6. Mai 2018, schon mit dem Training begonnen? Nach dem Rennen im letzten Jahr habe ich an einen 52km Ultra-Run teilgenommen. An den Folgen und teilweisen Verletzungen habe ich bis zuletzt gelitten. Jetzt fühle ich mich ziemlich erholt und werde bald mit dem Training beginnen. Ich habe nie ein sehr strenges Trainingsprogramm verfolgt, bin einfach gelaufen, wenn ich mich danach gefühlt habe. Vielleicht ist es Zeit für einen etwas geplanteren Ansatz.

Was würdest du denjenigen Leuten sagen, die noch nicht an einem Wings for Life World Run teilgenommen haben, aber über einen zukünftigen Start nachdenken? Das Team „Joachim Runs for Isak“ hatte 2017 19 Teilnehmer. Von diesen 19 Leuten wird jeder einzelne 2018 erneut laufen – wenn das kein Beleg dafür ist, was für ein großartiges Rennen der Wings for Life World Run ist, weiß ich auch nicht. Das größte Rennen der Welt – nicht mehr und nicht weniger!

Joachim bei seiner ersten Wings for Life World Run Teilnahme 2016. © Mats Grimsæth für Wings for Life World Run

 

 

Ich kann die Welt von Querschnittslähmung nicht loswerden, und ich kann Isaks Beine nicht wieder funktionsfähig machen, aber ich kann mit der Hoffnung laufen, dass irgendwann irgendwo eine Heilung möglich wird. – Joachim Norvik

 

Hast Du darüber nachgedacht, das Team „Joachim Runs for Isak" öffentlich zu machen, damit euch auch Menschen in Österreich unterstützen können? Ich bin unglaublich dankbar und stolz, dass die Leute 2018 wieder laufen werden. Jeder, der uns unterstützen will, ist mehr als willkommen!

Inwieweit hat der Wings for Life World Run deinen oft schwierigen Alltag beeinflusst? Er hat uns einen Sinn und Zweck gegeben, das ist der Hauptbeitrag. Ich laufe für jeden mit Querschnittslähmung, und ich fühle, dass auch alle für Isak an den Start gehen. Als Elternteil würdest du alles tun, die Dunkelheit zu bezwingen und deinen Kindern Glück und Licht zu geben. Ich kann die Welt von Querschnittslähmung nicht loswerden, und ich kann Isaks Beine nicht wieder funktionsfähig machen, aber ich kann mit der Hoffnung laufen, dass irgendwann irgendwo eine Heilung möglich wird.

Mit den Erfahrungen von 2016 & 2017 – was erwartest du vom Lauf im nächsten Jahr und was sind deine Ziele für 2018? Ich habe keine Erwartungen, außer der, eine gute Zeit zu haben. Vielleicht laufe ich mit Isak im Kinderwagen, vielleicht gehe ich mit meiner Oma spazieren. Ich werde die Sorge über Distanz und Zeit nächstes Jahr anderen überlassen.

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