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«WER ANGST HAT, HAT AM START SCHON VERLOREN»

02/08/19

«Wer Angst hat, hat am Start schon verloren»

Sein Hausberg ist der Titlis, sein Ziel die Weltspitze. Der 21-jährige Innerschweizer Marco Odermatt denkt nicht gerne an grosse Risiken. Für die Forschung engagieren möchte er sich trotzdem.

 

Marco, wann hast Du das erste Mal vom Wings For Life World Run gehört, und was ist Dir durch den Kopf gegangen?

Das ist noch gar nicht so lang her: Zum ersten Mal nahm ich den Anlass wirklich wahr, als Schulkollegen und Schulkolleginnen von mir mitliefen.

Du selber bist also bisher noch nie mitgelaufen.

Nein, das wird mein erstes Mal.

Jetzt bist Du sogar Botschafter des Wings For Life World Run.

Ich finde den Wings for Life World Run einen extrem coolen Event, an dem man für einen guten Zweck mitmachen kann. Man kann also einen tollen Tag haben und gleichzeitig etwas Gutes tun, ein ganz kleines Stück zu Forschung und Weiterentwicklung beitragen zu etwas, was plötzlich unglaublich wertvoll sein kann. Dieses Kombi finde ich super.

Hast Du irgendeinen persönlichen Bezug zum Thema Querschnittslähmung?

Zum Glück eigentlich nicht –ich kenne nur sehr wenige Personen mit diesem Schicksal, und keine davon in meinem näheren Umfeld.

Du warst vier, als Silvano Beltrametti in Val-d’Isère verunglückte. Was hast Du davon mitbekommen?

Ich kann mich nur erinnern, dass ich zuhause war und mit meinen Eltern das Skirennen am Fernsehen schaute. Wahrscheinlich war ich mit vier viel zu klein, um wirklich zu realisieren, was passiert war. Aber im Nachhinein habe ich die Tragweite erkannt. Inzwischen habe ich Silvano Beltrametti auch kennen gelernt. Ich finde es extrem beeindruckend, wie er mit seinem Schicksal umgeht, wie cool er das macht. Ich finde, das verdient Bewunderung.

Wie ist das bei Dir selber? Hast Du konkret Angst vor einem solchen Unfall?

Nein, im Privatleben denkt man sowieso nicht an solche Sachen. Im Sport schon
eher –man weiss, worauf man sich einlässt, und dass immer ein gewisses Risiko mitfährt. Aber an solche Unfälle darf man gar nicht denken.

Ist Querschnittslähmung ein Thema unter Spitzensportlern?

Wie gesagt, ein Restrisiko fährt immer mit. Man muss einen gesunden Respekt haben. Aber Angst vor Verletzungen darf man nicht haben, sonst fährt man gar nicht los oder hat beim Starthäuschen oben schon verloren. Zum Glück gibt es inzwischen viele Sicherheitsvorkehrungen, die dafür sorgen, dass das Risiko so gering wie möglich ist. Gänzlich aus der Welt schaffen kann man es nicht.Gerade drum finde ich Anlässe wie den Wings For Life World Run so wichtig.

 

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