Jede Teilnahme bringt uns weiter: Wie eure Unterstützung Forschung möglich macht

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Wer beim Wings for Life World Run startet, weiß, wofür er läuft. Für viele ist die Teilnahme am größten Lauf der Welt längst mehr als ein Event – es ist ein Beitrag zu etwas, das Schritt für Schritt Realität wird.

Denn dank der weltweiten Wings for Life World Run Community ist in den vergangenen Jahren etwas entstanden, das vor wenigen Jahren noch in weiter Ferne war: messbare Fortschritte in der Rückenmarksforschung.

Es ist nicht mehr die Frage, ob, sondern wann Querschnittslähmung heilbar sein wird. – Anita Gerhardter, Vorstandsvorsitzende Wings for Life Stiftung.

Ist von den Fortschritten der Rückenmarks-forschung begeistert: Anita Gerhardter © Wings for Life / Helge Kirchberger

Seit 2014 sind über 1,8 Millionen Teilnehmer aus mehr als 190 Nationen gemeinsam an den Start gegangen und haben über 60 Millionen Euro gesammelt. Jeder einzelne dieser Starts hat dazu beigetragen, dass heute mehr als 340 Forschungsprojekte weltweit unterstützt werden können. Und genau diese Projekte zeigen jetzt Wirkung.

Fortschritte, die ohne euch nicht möglich wären

Immer mehr Studien gehen über Grundlagenforschung hinaus – hin zu konkreten Therapieansätzen. Ein Beispiel: In einer von Wings for Life kofinanzierten Studie rund um den Neurowissenschaftler Prof. Michael Kilgard (University of Texas in Dallas) wird der Vagusnerv gezielt während Rehabilitationsübungen stimuliert. Ziel ist es, das Nervensystem dabei zu unterstützen, neue Verbindungen zu bilden. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich dadurch Arm- und Handfunktionen bei Menschen mit chronischer Querschnittslähmung verbessern können. „In Experimenten haben wir festgestellt, dass wir die Anzahl der Nervenzellen, die im Gehirn für den Bewegungsapparat zuständig sind, sogar verdreifachen konnten. Und das in nur einer Woche“, erklärt Prof. Michael Kilgard.

Eine Patientin von Prof. Michael Kilgard von der University of Texas bei Übungen zur Verbesserung der Arm- und Handfunktionen. © Wings for Life / Jonathan Zizzo

Auch in der medikamentösen Forschung gibt es neue Ansätze. In einer mit 2,56 Millionen Euro kofinanzierten Studie unter Leitung von Prof. Monica Perez (Shirley Ryan AbilityLab in Chicago) wird der Wirkstoff NVG-291 untersucht. Nach einer Rückenmarksverletzung bildet sich Narbengewebe, das wie eine Barriere wirkt und das Nachwachsen von Nervenfasern bremst. NVG‑291 soll diese Barriere aufheben. Statt die hemmenden Substanzen im Narbengewebe direkt anzugreifen, blockiert der Wirkstoff deren Andockstelle. So soll das Gewebe durchlässiger und die Erholung geschädigter Nervenfasern unterstützt werden. Erste Ergebnisse zeigen eine verbesserte Signalübertragung sowie Fortschritte in der Handfunktion – selbst Jahre nach der Verletzung.

Dr. Monica Perez bei der Arbeit mit einem ihrer Patienten im Shirley Ryan AbilityLab in Chicago. © Wings for Life / Marv Watson

Parallel dazu sorgt die von Wings for Life unterstützte Plattform Open Data Commons dafür, dass Forschungsdaten weltweit geteilt werden. Das Ziel: Erkenntnisse schneller nutzbar machen und Entwicklungen beschleunigen.

Aus Teilnahme wird Fortschritt

Diese Entwicklungen sind kein Zufall. Sie sind das direkte Ergebnis der globalen Wings for Life World Run Bewegung. 100 Prozent der Startgelder und Spenden fließen in die Rückenmarksforschung, die unaufhaltsam, angetrieben durch die tausenden Unterstützer weltweit, immer näher an den klinischen Alltag rückt.

Am 10. Mai 2026 geht die Bewegung in die nächste Runde.

Sei auch du dabei und laufe, für die es nicht können. Jede Teilnahme bringt uns weiter.

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